Ein Deckensystem für unser Fotostudio im Eigenbau
Wir haben in unserem Fotostudio in Hamburg zwischenzeitlich auch ein Deckensystem eingebaut, um die Möglichkeit zu haben, Licht von oben einzusetzen. Ein Beispiel wie eine Lichtführung von oben wirkt, könnt ihr in diesem Bild beispielhaft sehen:
Nun haben wir bei uns im Fotostudio die Möglichkeit aus jeder(!) Richtung Licht zu setzen und sind damit viel variabler bei der Lichtgestaltung geworden.
Natürlich sollen auch andere davon profitieren, deshalb stellen wir euch unsere Idee für ein Deckensystem im Selbstbau vor.
Professionelle Deckensysteme kamen für uns nicht in Frage, weil diese in der Anschaffung für unser kleines Studio nicht zu finanzieren sind. Martin ist auf eine pfiffige und günstige Eigenbaulösung gekommen, die wir in unserem Fotostudio umgesetzt haben. Der Kostenaufwand ist mit 50 Euro sehr überschaubar.
Das Grundgerüst besteht aus Metallprofilen, die im Trockenbau verwendet werden. Jeder gut sortierte Baumarkt sollte diese in ihrem Sortiment führen. Zwei dieser Profile werden der Länge nach parallel in Richtung Hintergrund an die Decke montiert, die Ausrichtung der Hohlkehle weist dabei nach innen. Der Abstand der beiden Metallprofile hängt von der Fläche des Fotostudios ab, wir haben einen Abstand von 1,8 Meter gewählt. Die Länge der Metallprofile ist dabei nicht wichtig. Je länger die Strecke ist, desto flexibler kann man die Lichtquellen später von oben im Fotostudio einsetzen. Bei uns im Studio gehen diese über die gesamte Tiefe des Fotostudios, so dass auch Aufnahmen von schräg oben möglich sind.
In die Grundkonstruktion werden dann Holzbretter in der Länge von 30 cm mit einer Höhe von 5,5 cm und einer Stärke von 1,3 cm als "Schlitten" eingepasst. Diese werden, wenn sie richtig zugeschnitten sind, von der Kante der Metallprofile gehalten. Mit einem Metallwinkel werden die Holzschlitten mit dem Querprofil verschraubt. Je genauer gearbeitet wird, desto einfacher lassen sich die Schlitten später schieben. Als Distanzstücke bieten sich Unterlegscheiben an.
Nun werden die gleichen Holzbretter als Schlitten für den Blitzkopf benötigt. Diese werden mit einer einfachen Schraube (mit Unterlegscheiben) versehen. Wichtig ist eine möglichst starke Schraube zu wählen, die aber noch in den Halter des Blitzkopfes passt.
Das Deckensystem im Selbstbau ist damit einsatzbereit.
Wir setzen bei unseren Fotoshootings in unserem Studio in der Regel 120 WS Köpfe am Deckensystem ein, da diese den Vorteil haben, dass sie sehr leicht sind. Für schwerere Köpfe ist das System weniger geeignet, weil die Schienen aus Aluminium sind und diese sich leicht verbiegen.
Dennoch können wir mit den kleineren Blitzköpfen eine sehr schöne Ausleuchtung von oben erreichen.
Wir hoffen, dass unsere kleine Bastelidee bei euch gut ankommt und wer noch Ideen für eine Verbesserung hat, darf sich natürlich gerne melden.
Wenn du jetzt auch Lust auf ein Fotoshooting in unserem Fotostudio in Hamburg bekommen hast, dann schau auf unsere Seite und nimm Kontakt zu uns auf.










Juli 7th, 2009 at 22:19
[...] ihre Blitzköpfe an die Decke bekommen ohne viel Geld ausgeben zu müssen, der kann ja mal meinen Artikel lesen und auch gerne eigene Erfahrungen und Ideen [...]
Juli 8th, 2009 at 14:29
Gute Ideen. Vielen Dank!
Juli 25th, 2009 at 21:41
Das sieht gut aus. Aber ich müsste - neben den 50 € fürs Material - noch etwas für den Handwerker stiften.
Mir würde es gefallen, wenn man die Höhe der aufgehängten Blitze einfach regulieren könnte. Könnte man nicht ein Stück eines Lamenstativs umgekehrt an die Decke hängen? (Okay, ist vielleicht eine blöde Idee von einer, die von derartigen Bauarbeiten keine Ahnung hat.)
Juli 25th, 2009 at 21:52
moin Fiona,
mal abgesehen von mir persönlich bekommt das jeder einigermaßen geschickte Mensch hin, denke ich.
Über deinen Vorschlag mit dem Lamellenstativ werden wir mal nachdenken und dir und allen anderen mal zeitnah ein praktikable und günstige Lösung anbieten!
cu ollie