Bei meinen Streifzügen durch das fotografische Internet konnte ich bisher bemerkenswerte Erkenntnisse gewinnen. Dabei abstrahiere ich jetzt und betrachte nur die Menschen, die ich bisher gefunden habe, die sich in irgendeiner Art mit der Personenfotografie beschäftigen.

Die Superprofis:
Da gibt es den Fotografenmeister oder hochprofessionelle Studios, die ihre Dienste für Fotoshootings in ihren Studios anbieten. Sehr technisch, Visagistin, 3 Stunden Shooting, Bild aussuchen, Retusche, fertig und tschüss. Zumindest kommt es mir so vor, wenn ich technisch fantastische aber inhaltlich lieblose (leblose) Bilder auf so mancher Seite sehe.

Die Superprofis tauchen auch gern mal in privaten TV-Sendern auf und fabulieren darüber, dass man für eine gute Menschenfotografie unbedingt einen Meistertitel benötigt, sonst geht gar nichts. Kaufmännisch optimal im Ergebnis für den Kunden, von Spitzenklasse aber teuer bis hin zum Debakel.

Die Hobbyfotografen:
Spannende Menschen, von technikverliebten Nerds bis hin zu absolut gefühlvollen Bildermachern ist alles dabei. In den entsprechenden Foren, in der Modelkartei und auf ähnlichen Seiten findet man sie. Die Spreu vom Weizen zu trennen ist Glückssache besonders für den Laien, kann aber spannend sein, wenn man mutig ist.

Spontan würde mir mindestens eine Handvoll dieser Menschen einfallen, zu den ich jemand schicken würde, wenn sie/er/Paar Bilder haben möchte und ich keine Zeit habe oder ich zu weit weg wohne. Mir fallen aber auch spontan viel mehr Menschen ein, die ich vermeiden würde wollen.

Die Pädagogen:
Da schaut man sich auf diversen Internetseiten durch die Galerien der Fotografen und freut sich über die tollen Bilder, die man sieht. Gefühlvolle Fotografie auf den Punkt gebracht. Dann schaut man sich die Fotografen ein wenig genauer an und stolpert immer wieder über dieselben Formulierungen, “eine Ausbildung zur Erzieherin”, “Studium der Pädagogik” und “zunächst habe ich als Pädagoge…” und sie endeten (begannen) alle in der Fotografie.

Ein Schelm wer böses denkt. Braucht es neben den handwerklichen und technischen Fähigkeiten besonders bei der Menschenfotografie nicht ein Gefühl für das Gegenüber? Muss ich mich nicht als Fotograf in die Lage und Befindlichkeiten meines Models versetzen können? Muss ich nicht als Fotograf in der Lage sein in besonderen Situationen (und das Fotoshooting ist für ein Amateurmodel eine besondere Situation) in der Lage sein das Selbstbewusstsein meines Gegenübers zu stärken und es sicher zu machen? Wollen wir nicht alle gute Bilder?

Bei meinen Recherchen bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass sich ein Mensch, egal ob Mann, Frau oder Paar, immer einen Fotografen suchen sollte, bei dem er sich wohlfühlt. Das setzt voraus, dass der Fotograf sich im Fotoshooting auf die Wünsche und Bedürfnisse der Modelle einstellen kann und ich denke, dass fotografierende Pädagogen (auch Laienpädagogen) dazu am besten geeignet sind, wenn die Technik stimmt.

Mein Diplom als Sozialpädagoge habe ich übrigens 1998 erlangt und bin bis heute erfolgreich in meinem Beruf tätig *zwinker* und hier kannst du uns eine Mail schreiben

Wer sich ein eigenes Bild machen möchte, gerne HIER.

Verwandte Artikel